JUDISCHES MUSEUM, BESICHTIGUNG

Audio-Guide Länge: 3.08
Deutsch Sprache: Deutsch

Das Jüdische Museum ist in zwei Bereiche gegliedert. Auf der einen Seite befindet sich die eigentliche Museumssammlung, während Sie auf der anderen entlang der drei Gebäudeachsen gehen können.

 

Die drei unterirdischen Gänge verfolgen wichtige Themen der jüdischen Geschichte. Ein Rundgang durch sie nimmt Sie mit auf eine Reise, die nicht nur kulturell, sondern auch persönlich ist, und Sie zwingt, Ihre Emotionalität durch das wachsende Gefühl der Unrast zu ergründen, das durch die Dimensionen und Formen der Wände entsteht.

 

Der nach dem Exil benannte Korridor führt zu einem Garten mit 49 Betonsäulen, aus denen wilde Olivenbäume, ein Symbol der Hoffnung, erwachsen.

Der Holocaust-Korridor führt Sie durch einen 20 Meter hohen Turm. Ein geschlossener Raum, kalt und dunkel, mit glatten Wänden, der dem Licht jede Möglichkeit verwehrt, nach oben vorzudringen und der die Verzweiflung der Opfer des Holocaust zum Ausdruck bringen und veranschaulichen will.

Der Korridor der Kontinuität dient als Verbindungspunkt zwischen Vergangenheit und Gegenwart und führt über eine steile Treppe zum Museum selbst.

Die Ausstellung verläuft nach einer chronologischen Entwicklung, die vor über eintausend Jahren beginnt und die Geschichte der Juden auf deutschem Boden bis heute illustriert. Auf diesem Weg können Sie durch Videos, Fotografien, Briefe, Kunstwerke und Alltagsgegenstände das jüdische Leben und die jüdische Kultur entdecken.

 

Versäumen Sie nicht die Installationen, die sich im Keller und Erdgeschoss des Zentralgebäudes befinden. Insbesondere Gallery of the Missing, die „Galerie der Vermissten“, in der der Künstler Via Lewandowsky verlorene oder zerstörte Objekte der deutsch-jüdischen Kultur in schwarze Glasskulpturen eingefügt hat.

Der Künstler Arnold Dreyblatt sammelte hingegen in seinem Werk Unsaid, „Ungesagt“, eine Reihe von Briefen, Nachrichten und Tagebüchern, die vor der Deportation in die Konzentrationslager geschrieben wurden.

 

Und noch eine Kuriosität: Die eindrucksvollste Installation von allen trägt den Titel Shalekhet - Fallen Leaves („Gefallene Blätter“). Sie wurde von dem israelischen Künstler Menashe Kadishman geschaffen und besteht aus einem Teppich aus mehr als zehntausend Metallscheiben mit schreienden Gesichtern. Es steht Ihnen frei, diese namenlosen Gesichter mit Füßen zu treten. Aber seien Sie gewarnt! Bei jedem Schritt vibrieren die „Blätter“ und verursachen Geräusche wie herzzerreißende Schreie.

 

Hier endet unser Besuch im Jüdischen Museum: MyWoWo bedankt sich bei Ihnen und lädt Sie zur Besichtigung eines weiteren faszinierenden Ortes der Welt ein!

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