LOUVRE-MUSEUM, Caravaggio Tod Mariens Denon-Flügel Saal 11

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Sie müssen wissen, dass der Louvre drei Werke von Caravaggio beherbergt: das erste, aus den frühen Zeiten stammende Gemälde Die Wahrsagerin, mit der Zigeunerin, die dem Edelmann die Hand liest, das zweite, das Porträt von Alof de Wignacourt, dem Großmeister des Malteserordens in Begleitung eines Knappen, und das dritte, von dem ich Ihnen jetzt erzählen werde, ist das Meisterwerk Tod der Jungfrau Maria aus dem Jahr 1605. Dies war das letzte Altarbild, das Caravaggio in Rom malte, bevor er nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung, bei der ein Mann getötet wurde, aus Rom floh.

Der Maler bezieht Sie in die Trauer um Maria auf dem Sterbebett, die von Aposteln und Maria Magdalena umgeben ist, auf tiefgreifende Weise mit ein: eine Szene von würdiger Armut, inmitten von bescheidenen, doch gleichzeitig gefühlvollen Menschen. Die Trübseligkeit wird durch den roten Vorhang im oberen Abschnitt, der einem offenen Bühnenvorhang ähnlich ist, noch deutlicher und intensiver herausgestellt. Die dramatische Anspannung wird mit einer außergewöhnlichen Ansammlung von Mitteln erreicht. Die Gestalten werden durch das Licht, das die Figuren formt und die Apostel und das Antlitz der Jungfrau aus dem Schatten hervorragen lässt, auf ausgesprochen dramatische Weise in den Vordergrund gerückt....

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