LOUVRE-PALAST, Fassade

Audio-Guide Länge: 2.51
Autor: STEFANO ZUFFI E DAVIDE TORTORELLA
Deutsch Sprache: Deutsch

Guten Tag, ich bin Michael, Ihr persönlicher Führer, und gemeinsam mit MyWoWo begrüßen wir Sie in einem der Wunder der Welt.

Heute begleite ich Sie bei Ihrem Besuch des Louvre-Gebäudes.

Der Louvre ist eines der spektakulärsten und theatralischsten Orte in ganz Paris!

Es handelt sich um ein außergewöhnliches Bauwerk mit einer ebenso interessanten, acht Jahrhunderte langen Geschichte, die eng mit der Geschichte Frankreichs und seinen Königen verbunden ist. Treten Sie also nicht sofort ein, um das Museum zu besichtigen, sondern denken Sie daran, dass auch das Gebäude selbst ein außerordentliches Bauwerk ist und auch von außen betrachtet voller interessanter Aspekte steckt. Erst einmal sollten Sie wissen, dass es zum Ursprung des Namens „Louvre“ zwei Ansätze gibt. Vielleicht wollte man einen Käfig oder Gehege für Wölfe beschreiben oder der Name stammt vom Wort „leowar“, was auf Alt-Französisch „befestigter Ort“ bedeutet.

Ihr Rundgang beginnt direkt gegenüber der Hauptfassade des Louvre. Es genügt, die Fassade zu betrachten, um die bevorzugten Charaktere der Architektur des Sonnenkönigs Ludwig XIV. zu erkennen: feierlich, monumental, von klassischen Vorbildern inspiriert, jedoch mit gigantischen Ausmaßen. Für die Umsetzung bezog man auch besten Architekten seinerzeit ein, Gianlorenzo Bernini, der in Frankreich auf Besuch war: der Virtuose aus der Barock-Zeit hatte eine äußerst originelle Fassade entworfen, die ein Erdgeschoss bestehend aus einem künstlichen Hügelfelsen vorsah. Das Projekt war allerdings zu extravagant und teuer, also zog man den Vorschlag von Claude Perrault vor, mit einer noblen und schlichten Säulenreihe.

Beachten Sie den starken Kontrast zwischen der Colonnade (Name für die Gebäudefassade) und der direkt davor stehenden gotischen Kirche Saint-Germain-l'Auxerrois. Diese Kirche galt jahrhundertelang als Außenkappelle des Louvre.

Die Fassade von Saint-Germain erweckt einen überaus fröhlichen Eindruck mit ihrem achteckigen und facettierten Glockenturm, ihren Fialen und spitzem Dach, ihren weiten Fenstern und ihrem Torbogen, in dem Licht und Schatten Versteck spielen. Neben ihren Anbauten, wahrscheinlichen Verschönerungsarbeiten und Reparaturen, wurde die Kirche in zwei Bauphasen errichtet, die zwei verschiedenen gotischen Stilarten entsprachen: Der Eingang und der hintere Teil mit dem Chor sind auf das 13. Jahrhundert zurückzuführen, während der Torbogen und die Durchgänge zwei Jahrhunderte später, inmitten des 15. Jahrhunderts gebaut wurden.

 

NEBENBEI: Die Kirche Saint-Germain-l'Auxerrois war Schauplatz eines blutigen Teils der französischen Geschichte. So waren es genau die Glocken dieser Kirche, die am 24. August 1572 den Beginn des schrecklichen Massakers von St. Bartholomäus einläuteten. In diesem Massaker töteten Katholiken rund 30.000 Protestanten in nur wenigen Tagen.

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