DOM, Innenbereich Kirchenschiffe

Audio-Guide Länge: 2.54
Autor: STEFANO ZUFFI E DAVIDE TORTORELLA
Deutsch Sprache: Deutsch

Ganz langsam sollten Sie sich an den klanglichen Kontrast zwischen dem Lärm auf dem Domplatz und der Ruhe im Innern gewöhnen. Stellen Sie sich aber auch den grandiosen Sound-Effekt der feierlichen Messen vor, wenn der Dom mit Gläubigen gefüllt ist und Lieder und Orgelmusik darin widerhallen!

 

Apropos Feierlichkeiten: Zu bestimmten Zeiten des Jahres werden zwischen den Säulen die so genannten „Quadroni di San Carlo“ ausgestellt, eine Serie von großen Leinwänden, auf denen Szenen aus dem Leben und von den Wundern des Carlo Borromeo dargestellt sind. Die Gemälde stammen aus dem siebzehnten Jahrhundert und wurden von verschiedenen Mailänder Meistern geschaffen. Wenn Sie in dieser Zeit kommen, wird Ihnen der Dom wie eine Kunstgalerie erscheinen.

Wenn Sie sich unter den Hauptaltar begeben, können Sie auch die Stelle sehen, wo der Heilige begraben liegt.

Es war Sankt Carlo selbst, der unter anderem wollte, dass der berühmte Bodenbelag geschaffen wurde, der sich über die gesamte Bodenfläche der Kirche erstreckt. Es besteht aus Einlegearbeiten aus Marmor in drei Farben: weiß, schwarz und rot. Wenn Sie nach unten schauen, haben Sie fast den Eindruck, auf einem steinernen Teppich zu gehen!

 

Nun können Sie beginnen, den Dom zu besichtigen und weil der älteste und „authentischste“ Teil derjenige ganz hinten ist, sollten Sie sich vergegenwärtigen, dass man nach dem Betreten von der Frontseite beim Gang durch das Kirchenschiff eine Reise durch die Zeit, in die Vergangenheit macht.

 

Nach ein paar Schritten können sie auf dem Boden die Sonnenuhr sehen, die im späten achtzehnten Jahrhundert von den Astronomen von Brera angelegt wurde. Sie ist 24 Meter lang und zeigt die Bilder der Symbole der Sternzeichen. Am hinteren Ende, hoch über dem Hauptaltar, werden Sie ein kleines rotes Licht bemerken. An diesem Punkt befindet sich eine vergoldete Schatulle aus Kupfer, in der der Heilige Nagel vom Kreuz aufbewahrt wird, eine Gabe des Kaisers Konstantin. Einmal im Jahr steigt der Erzbischof von Mailand bis dort hinauf, um die Schatulle herauszuziehen und eine feierliche Messe zu zelebrieren.

 

Sehen Sie sich auch den Grundstein des Doms an, der im Jahr 1386 gelegt wurde: Sie finden ihn der rechten Wand eingekeilt. Da die Kirche vom Herzog von Mailand, Gian Galeazzo Visconti, gegründet wurde, werden Sie im zentralen Fenster ganz oben eine strahlende Sonne erkennen, die tatsächlich das Symbol der Familie Visconti ist.

 

NEBENBEI: Der Heilige Nagel ist die kostbarste Reliquie des Doms. Die Legende besagt, dass er von Sankt Helena gefunden wurde, und dass ihr Sohn, Kaiser Konstantin, den Heiligen Nagel als Kandare für sein Pferd verwendet hatte.

 

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