MUSEUM POLDI PEZZOLI, Dame Des Pollaiolo

Audio-Guide Länge: 2.16
Autor: STEFANO ZUFFI E DAVIDE TORTORELLA
Deutsch Sprache: Deutsch

Das charmante Profil einer jungen Florentiner Dame, das in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gemalt wurde, ist das unverwechselbare Symbol des Museums und auch eines der berühmtesten Gemälde der italienischen Malerei. Als der Besitzer Gian Giacomo Poldi Pezzoli es erwarb, dachte er, dass es ein Werk von Piero della Francesca wäre. Heute wird es jedoch dem Piero del Pollaiolo zugeschrieben. Auf alle Fälle hat es sich aber im Laufe der Zeit als Modell für Luxus, Eleganz und Klasse etabliert. Nicht zufällig ist es nur wenige Gehminuten von der Via Montenapoleone entfernt, dem Bezirk von Mailand, in dem sich Ateliers die Showrooms der internationalen Mode konzentrieren und wo Sie sich nach der Besichtigung dem Shopping hingeben können!

 

Man kann nicht mit Sicherheit sagen, wer dieses zarte Mädchen ist. Vielleicht handelt es sich um Simonetta Cattaneo Vespucci, die blonde Edelfrau, die von dem großen Florentiner Herrn Giuliano de Medici geliebt wurde.

Mit seiner Silhouette, die durch eine klare und präzise Kontur definiert ist, steht das Gemälde perfekt im Einklang mit dem Geschmack der Linie und des Designs, der in Florenz in der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts Mode war. Das unbewegliche und heitere Profil zeichnet sich scharf gegen einen blauen Himmel ab, der von wenigen kleinen Wolken durchzogen ist. Ich empfehle Ihnen, einen näheren Blick auf die außergewöhnliche Art und Weise zu werfen, in der die Stoffe und Schmuckstücke dargestellt sind, vom Samt am Ärmel bis hin zu den blassen Perlen auf der Stirn, und vor allem das weiche Netz, das über die komplizierte Frisur gelegt ist und das Ohr umschließt. Die junge Frau blickt in die Ferne, sie vermittelt den Eindruck einer edlen und unerreichbaren Schönheit, fast so, als ob es sich ein Top-Modell der Renaissance handelte!

 

NEBENBEI: Um die purpurrote Farbe des Gewands der Dame zu erhalten, verwendete Pollaiolo Kermes, ein kostspieliges Färbemittel, das in der Regel nur zum Färben von Kardinalsroben verwendet wurde. Stellen sie sich vor, diese Farbe wurde aus dem getrocknete Körper eines Insekts extrahiert, aus der Cochenilleschildlaus!

 

Hiermit endet der Besuch im Museum Poldi Pezzoli: MyWoWo bedankt sich bei Ihnen und erwartet Sie bald an einem weiteren Wunder der Welt!

 

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