SANKT MARIA DELLE GRAZIE, AUSSENBEREICH-INNENBEREICH

Audio-Guide Länge: 2.39
Autor: STEFANO ZUFFI E DAVIDE TORTORELLA
Deutsch Sprache: Deutsch

Sie werden jetzt den architektonischen und dekorativen Komplex besichtigen, der mehr als alles andere die Pracht der Dynastie der Sforza in Mailand repräsentiert: Die Kirche von Sankt Maria delle Grazie. Schauen Sie sich das Äußere der Kirche von Corso Magenta aus an (geben Sie Acht auf die Straßenbahnen!): Sie können zwei Bauphasen erkennen, die zwar zeitlich nicht weit auseinanderliegen, aber dennoch sehr unterschiedlich sind.

Der vordere Teil der Kirche ist noch an die gotischen Tradition gebunden und stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die großartige Kuppel, der kleine Kreuzgang und die Sakristei hingegen sind Teil der von Ludovico il Moro angeordneten Maßnahmen, mit denen er am Ende des 15. Jahrhundertsund den Architekten Donato Bramante beauftragte und der auch das schöne Portal aus Marmor entworfen hat, das über den Ziegelsteinen der Fassade hervorsticht.  Nun stellen Sie das Gerät auf Pause und betreten die Kirche.

 

Im Inneren der Kirche werden Sie feststellen, dass die Wände und Arkaden durch mit lebhaften bildlichen Dekorationen überzogen sind, wozu auch die Brüder des Dominikanerordens auf den seitlichen Säulen gehören.

Die Herrschaft von Ludovico il Moro nahm ein jähes und tragisches Ende, als das Herzogtum Mailand im Jahre 1500 von der Armee des Königs von Frankreich überfallen wurde. Glücklicherweise waren zu jener Zeit die Arbeiten an der Kirche praktisch abgeschlossen. Im Laufe der Jahrhunderte wurden wundervolle Kunstwerke hinzugefügt, darunter das Fresko von Gaudenzio Ferrari, dass Sie mit besonderer Aufmerksamkeit betrachten sollten: Es stellt Szenen aus der Passion dar und befindet sich in der vierten Kapelle auf der rechten Seite.

Am Ende der Kirchenschiffe führt eine breite Treppe zu einem hellen und feierlichen Zwischengeschoss, das „Tribüne“ genannt wird. Es wurde von Bramante als Grab für Ludovico il Moro entworfen. Der Herzog starb jedoch in Frankreich im Exil und so blieb sein Grab leer und wurde in Sankt Maria alle Grazie installiert. Es befindet sich heut in der Kartause von Pavia.

 

NEBENBEI: Die Kirche wurde mit dem angrenzenden Gebäude mit dem Abendmahlsgemälde zeitlich gesehen als das erste Werk der italienischen Kunst von der UNESCO als Weltkulturerbe klassifiziert.

 

 

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