TOLEDO-STRASSE, Spanische Viertel

Audio-Guide Länge: 2.38
Autor: STEFANO ZUFFI E DAVIDE TORTORELLA
Deutsch Sprache: Deutsch

Guten Tag, ich bin Michael, Ihr persönlicher Führer, und gemeinsam mit MyWoWo begrüßen wir Sie in einem der Wunder der Welt.

Heute Begleite ich Sie bei Ihrer Besichtigung der Toledo-Straße.

Die Toledo-Straße ist es eine der zauberhaftesten Straßen von Neapel!

Der französische Schriftsteller Stendhal, der Neapel innig liebte, hat in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Toledo-Straße als „die bevölkerungsreichste und fröhlichste Straße der Welt“ bezeichnet. Und wie Sie selbst feststellen können, ist sie mit ihren lebhaften Geschäften, dem Dreh- und Angelpunkt des Shoppings in Neapel, aber auch mit den zahlreichen zivilen und religiösen historischen Gebäuden bis heute so geblieben.

Beginnen Sie also an dieser Hauptverkehrsader der Stadt entlang zu spazieren. Sie markiert den östlichen Rand der beliebten und authentischen „Spanischen Viertel“ und wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts vom Vizekönig Pedro Álvarez de Toledo, geschaffen, und zwar genau dort, wo einst die ursprüngliche westliche Stadtmauer aus der aragonischen Zeit verlief, die wiederum im Wesentlichen den Rand des griechisch-römischen Stadtgebiets nachzeichnete.

Gehen Sie in Richtung Dante-Platz: Der Weg wird nur etwas länger als einen Kilometer sein.

Auf der linken Seite finden Sie den Berio-Palast, der in der zweiten Hälfte der 18. Jahrhunderts vom Sohn des großen Architekten Vanvitelli wiederaufgebaut wurde, wobei er dem Projekt seines Vaters folgte. Wenn Sie sich diskret nähern, können Sie im inneren Garten einen hübschen Brunnen sehen, der mit einem Hirschkopf geschmückt ist. Auf der gegenüberliegenden Seite des Gehsteigs kommen Sie nach wenigen Schritten auf den malerischen kleinen Duca-d'Aosta-Platz. Vor Ihnen steht der Barbaja-Palast, in dem zu Beginn des 19. Jahrhunderts Gioacchino Rossini gewohnt hat. Der große Komponist war hier kostenlos zu Gast bei dem quirligen Theaterimpresario Domenico Barbaja, und zwar genau in der Zeit, als das San-Carlo-Theater wegen eines Feuers zerstört und geschlossen war. Die Vereinbarung war, dass Rossini kostenlos bei ihm wohnen durfte, unter der Bedingung, dass er die Oper Othello komponierte. Nach fünf Monaten kostenloser Unterkunft und Verpflegung jedoch schloss ihn der Impresario ein und verlangte, dass er die Oper fertigstelle. Er hatte genug davon, auf eine Arbeit zu warten, die in Wirklichkeit noch nicht einmal angefangen worden war!

 

NEBENBEI: Als Rossini dann endlich die Oper Othello komponiert hatte, kam das Werk gar nicht so gut an. Das Publikum verstand nicht, warum die Geschichte so schlimm enden musste, indem Othello seine Desdemona erstach. Nun, Sie werden es nicht glauben, aber Rossini schrieb irgendwann später ein neues Finale, in dem Othello und Desdemona sich versöhnten!

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