CARACALLA-THERMEN, BESICHTIGUNG

Audio-Guide Länge: 4.06
Autor: STEFANO ZUFFI E DAVIDE TORTORELLA
Deutsch Sprache: Deutsch

Während Sie zwischen den Ruinen der Caracalla-Thermen spazieren gehen, sollten Sie berücksichtigen, dass die Thermalanlagen in der Kaiserzeit gewöhnlich aus einem zentralen Korpus mit den Becken bestanden, an den sich a den beiden kürzeren Seiten zwei große halbrunde Hallen mit den Turnsälen anschlossen. Das Ungewöhnlichste dieser Thermen ist allerdings ihre Größe: Sie stellten ein Quadrat von etwa 330 Metern Seitenlänge dar und es wird geschätzt, dass sie für mehr als 1500 Menschen Platz boten!

Man sollte jedoch bedenken, dass gesamte Thermen-Komplex auch einen Bereich mit Gärten einschloss, die von einer Mauer umgeben waren, während das eigentliche Gebäude der Bäder „nur“ 220 Meter mal 114 Meter groß war. Es umfasste ein großes Becken unter freiem Himmel, das Natatio, die immens große zentrale Halle mit einer Wanne, die kaltes Wasser enthielt, das Frigidarium, und dann das Tepidarium und das Caldarium, die Säle mit den Wannen, die beheiztes Wasser mit unterschiedlichen Temperaturen enthielten. Zu den halbkreisförmigen Turnhallen gehörten auch die Servicebereiche, darunter luxuriöse Umkleideräume, die Sie sich mit farbigen Verkleidungen aus Marmor an den Wänden vorstellen müssen. Das eigentliche Herz der Thermen war der zentrale Pavillon, der einen prunkvollen Saal mit drei monumentalen Arkaden umfasste und in dem sich die Wannen des Frigidariums befanden. Er war beinahe so etwas wie eine echte Basilika, in der man zusammenkam, nicht nur um den Körper zu pflegen, sondern auch um zu Plaudern und über Geschäfte und alltägliche Ereignisse zu diskutieren.

Beachten Sie auch die robusten Pfeiler im Caldarium, der kreisförmigen Halle mit einem Durchmesser von fast 35 Metern und einer mit beheiztem Wasser gefüllten Wanne. Es war von einer Kuppel abgedeckt, die eine Höhe von 40 Metern erreichte. Die Fenster waren nach Süd-Südwest ausgerichtet, damit man den ganzen Tag Sonne haben konnte.

Aber vielleicht fragen Sie sich: Und das Wasser? Die Wannen der Badeanlage wurden von einer riesigen Zisterne versorgt, die unter dem Hügel gegraben worden war, während die Beheizung durch ein ausgeklügeltes Heißluft-Rohrleitungssystem unter den Fußböden gesichert wurde.

Wenn Sie ein unvergessliches Erlebnis haben möchten, versuchen Sie Karten für eine der Open-Air-Veranstaltungen zu bekommen, die jeden Sommer in diesem archäologischen Komplex stattfinden, einschließlich einer Opern-Saison. Ich kann es Ihnen wirklich nur… wärmstens empfehlen!

 

NEBENBEI: Um die Thermen zu beheizen, wurden in 50 Öfen 10 Tonnen Brennholz pro Tag verbrannt. Und stellen Sie sich vor, die Wannen wurden täglich geleert, gereinigt und wieder aufgefüllt!

Hiermit endet der Besuch der Caracalla-Thermen in Rom. MyWoWo bedankt sich bei Ihnen und erwartet Sie bald wieder an einem weiteren Wunder der Welt!

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