CASTELLO DEL BUONCONSIGLIO, CASTELVECCHIO BISCHOFSSAAL

Audio-Guide Länge: 2.53
Deutsch Sprache: Deutsch

Der Bischofssaal ist der Hauptsaal des Castelvecchio und seine Wände zieren die Portraits der Fürstbischöfe. Hier finden Sie die Bilder all jener, die Trient seit seiner Umwandlung in ein Fürstentum, kurz nach dem Jahr 1000, bis zu seinem Ende im frühen 19. Jh., in der napoleonischen Ära, anführten.

Der Freskenzyklus schließt mit dem letzten Fürstbischof von Trient, Pietro Vigilio Thun.

Die Fresken im Bischofssaal verschönern nicht nur die Räumlichkeiten, sondern zeigen auch die starke Verbundenheit des Fürstentums mit dem Heiligen Römischen Reich. Dies erklärt die Anwesenheit der Bildnisse der Kaiser. Jedes Bischofsporträt entspricht dem des zeitgenössischen Kaisers im oberen Raum. Gleichzeitig verdeutlicht die Dekoration des Raumes die Treue der Fürstbischöfe zum Papsttum. Die Wände sind gekrönt von den Namen der Nachfolger Petri als Kirchenoberhaupt der römischen Kirche.

Schalten Sie jetzt auf Pause und wieder an, sobald Sie in der venezianischen Loggia sind.

Der Name der venezianischen Loggia geht auf den Stil der sie durchziehenden Bögen zurück. Auch die Form des Spitzbogens mit den vorstehenden Kanten ist unverkennbar und typisch für die venezianischen Paläste. Die reichhaltige Dekoration mit Pflanzen- und Blütenmotiven unterstreicht einmal mehr die Verbindung mit der architektonischen Formensprache der Lagunenstadt.

Ein Besuch dieser reizvollen Stätte ist nicht nur aufgrund der eleganten spätgotischen Formen der Loggia einzigartig, sondern vor allem durch die atemberaubende Aussicht auf die Stadt, die Sie zwischen den schlanken rosa Steinsäulen genießen können. Die Stadtsilhouette besticht durch drei mächtige Türme, die Glockentürme der Kathedrale und der Kirche Santa Maria Maggiore sowie den zinnenbewehrten Stadtturm neben dem Prätorianischen Palast.

Und noch eine Kuriosität: Giovanni Hinderbach, der Bischof, der in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts die venezianische Loggia erbauen ließ, hatte eine bewegte Geschichte. 1465 zum Fürstbischof in der Kathedrale von Trient gewählt, musste er vier lange Jahre warten, bevor er das Castello del Buonconsiglio beziehen konnte, obwohl er das Privileg hatte, in diesem repräsentativen Sitz zu residieren. Grund für die Verzögerung waren die Auseinandersetzungen mit der päpstlichen Kurie, die anstelle des deutschen Bischofs die Nominierung des italienischen Kardinals Francesco Gonzaga von Mantua vorzog.

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