CASTELLO DEL BUONCONSIGLIO, MAGNO PALAZZO SALA DELLE UDIENZE

Audio-Guide Länge: 2.46
Deutsch Sprache: Deutsch

Um den Besuch im ersten Stock des Magno Palazzo zu beschließen, möchte ich Sie auf zwei weitere Räume von beeindruckender Schönheit aufmerksam machen. Der erste ist die Sala delle Udienze (die Publikumsempfangshalle).

„Die Begrüßung der Gäste des Fürsten, die die Tugenden des Hausherrn hervorhebt“, könnte man heute die Funktion der Fresken beschreiben, die 1531 vom aus Brescia stammenden Künstler Girolamo Romanino gemalt wurden.

An der Decke sieht man Porträts römischer Kaiser, einiger bedeutender Herrscher jener Zeit und Clesio selbst. Wie bereits seine Vorgänger in Castelvecchio unterstrich der Prälat die starke Verbindung zwischen dem bischöflichen Fürstentum Trient und dem Heiligen Römischen Reich.

Schalten Sie auf Pause, nachdem Sie diesen herrlichen Raum genossen haben und wieder an, sobald Sie sich im Hof der Löwen befinden.

Im Inneren des Magno Palazzo gibt es nicht nur prächtige Freskenräume, sondern auch Platz für Grünflächen. Der Hof der Löwen wird in Anlehnung des Brunnens, der einst den Garten schmückte, so genannt. Heute sind nur noch die beiden in Stein gehauenen Tiere übrig.

Der schönste Raum im Innenhof ist zweifellos die Loggia del Romanino, ein Name, der sich auf den Künstler bezieht, der zwischen 1531 und 1532 die Fresken an der Decke malte. Die Bilder bestechen durch den kühnen Illusionseffekt, der sich zum Beispiel im spektakulären Blick auf den Sonnenwagen in der Mitte der Decke, aber auch im Reichtum der Szenen und ihrer Charaktere zeigt. Die Lünetten zeigen eine unendliche Anzahl von biblischen, mythologischen und antiken Geschichtsfiguren. Szenen wie der Tod der Kleopatra, der Selbstmord der Lucretia oder die Ermordung des Holofernes durch Judith wechseln sich ab mit leichteren Motiven, in denen wir die Umwerbung einer Jungfrau oder ein Bauernkonzert erleben. Diese Bilder von unbestrittener Schönheit machen die Loggia zu einem der größten Meisterwerke des Künstlers aus Brescia.

Und noch eine Kuriosität: In der Vielzahl der von Romanino dargestellten Figuren erinnern die Akte offensichtlichen an Michelangelo. Wie bei den Figuren des Jüngsten Gerichts in der Sixtinischen Kapelle wurden auch hier die männlichen Figuren Opfer der Zensur. Glücklicherweise wurden die Kleider, mit denen sie im 18. Jh. bedeckt worden waren, während einer Restaurierung in den 1980er-Jahren entfernt.

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