VAN GOGH MUSEUM, Sonnenblumen

Audio-Guide Länge: 2.51
Deutsch Sprache: Deutsch

Wenn man an van Gogh denkt, kommen einem die ersten Meisterwerke in den Sinn, die den Sonnenblumen gewidmet sind, ein Thema, das für den Künstler eine glückliche Besessenheit darstellte.

Verteilt auf die wichtigsten Museen der Welt können Sie hier einige dieser Werke bewundern.

Sie müssen wissen, dass der Künstler zwei verschiedene Serien geschaffen hat.

 

Die erste entstand 1887 in Paris, wobei die auf den Boden gelegten Blumen mit hellen Farben im Gegensatz zu den dunklen Hintergründen als die absoluten Protagonisten der Gemälde dargestellt sind und keinen Raum für andere Details lassen.

Die zweite stammt aus dem Jahr 1888, als van Gogh nach Arles zog, und stellt Sonnenblumen in Vasen dar, die im Sonnenlicht stehen.

Beide Serien wurden mit einem stark geschichteten Farbauftrag hergestellt. Der Maler überlagerte Farbschichten, bevor die darunter liegenden überhaupt getrocknet waren, sodass ein dicker Anstrich entstand, der mit einem Spachtel oder mit großen Pinselstrichen fast wellenartig aufgetragen wurde.

Begeistert vom Klima und der Leuchtkraft der Natur, träumte van Gogh davon in der Provence mit seinem Freund Gauguin ein Atelier zu gründen. Hier explodierte die Farbigkeit seiner Malerei, besonders in der Verwendung von Gelb, über das er schrieb: „Eine Sonne, ein Licht, das ich in Ermangelung von Besserem nur Gelb, helles Schwefelgelb, blasses Gold oder Zitronengelb nennen kann. Wie wunderschön das Gelb doch ist!“

In Südfrankreich erlebte er eine kurze Zeit des Optimismus und der Begeisterung. Er gab die Vorzeichnung mit Kohle fast vollständig auf und argumentierte, dass man, wenn man unbedingt auf die Leinwand zeichnen müsse, dies direkt mit Farbe tun sollte.

Er malte viel, vor allem Landschaften und Blumen, einschließlich der Serie von Sonnenblumenbilder, die hauptsächlich als Zimmerdekoration dienten.

Van Gogh überzeugte Gauguin, in die Provence zu ziehen, aber nach weniger als zwei Monaten führten die häufigen Streitigkeiten zum Abbruch ihrer Freundschaft. Am 23. Dezember schnitt Vincent in Wut und Halluzinationen einen Teil seines linken Ohres ab. Dieser Vorfall führte zu seinem Krankenhausaufenthalt und dem Beginn einer schmerzhaften Phase medizinischer und psychiatrischer Behandlungen.

 

Und noch eine Kuriosität: Gauguin war so beeindruckt von den Sonnenblumen, dass er mit van Gogh Bilder tauschte, um zwei von den in Paris gemalten zu erhalten. Darüber hinaus finden Sie unter den berühmtesten Werken des Museums ein von Gauguin geschaffenes Porträt, das Vincent beim Malen von Sonnenblumen zeigt.

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