VDNKH, Außenbereich

Audio-Guide Länge: 2.51
Deutsch Sprache: Deutsch

Beginnen Sie Ihren Besuch am Haupteingang, an dem unverkennbaren, prächtigen Triumphbogen mit fünf Eingängen, der von einer großen goldenen Statue überragt wird, die einen Traktorfahrer neben einem Bauern darstellt – beides Symbole der russischen Wirtschaft.

Bereits vor dem Betreten des Geländes wird Ihnen eine Art futuristischer Obelisk auffallen. Er ist 100 Meter hoch und wirklich außergewöhnlich: Es ist das Denkmal zu Ehren der russischen Kosmonauten und zeigt eine Rakete und die Spur, die diese beim Start in den Orbit hinterlässt.

Um ihn herum befinden sich Büsten berühmter russischer Astronauten und vor ihm steht ein Denkmal zum Gedenken an Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski, den Pionier der Raumfahrt. In dem Flachbau seiner Basis befindet sich das Kosmonautenmuseum.

In der Nähe befindet sich eine riesige 24,5 Meter hohe Skulpturengruppe, die eines der weltweit bekanntesten Symbole Russlands darstellt: „der Arbeiter und die Kolchosbäuerin“.

Es ist zu erwähnen, dass die Kolchose zu Zeiten der Sowjetunion eine in Russland weitverbreitete landwirtschaftliche Kollektivwirtschaft war.

Die Statue wurde 1937 für den sowjetischen Pavillon auf der Pariser Expo von einer berühmten russischen Bildhauerin geschaffen: Vera Mukhina. Sie sollte die Einheit der beiden wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes – Landwirtschaft und Industrie –  symbolisieren. Der Arbeiter erhebt einen Hammer, während die Bäuerin eine Sichel hält – beides Symbole des Sozialismus.

Als die Statue nach der Expo zurück nach Hause gebracht wurde, platzierte man sie zunächst vor dem Eingang des WDNCh. Erst nach sorgfältiger Restaurierung stellte man sie im Jahr 2010 auf einen fast 35 Meter hohen, für alle gut sichtbaren und ihrer Bedeutung würdigen Sockel.

In unmittelbarer Nähe fällt der imposante Umriss des größten Hotels Russlands auf, das für die Olympischen Spiele 1980 in Moskau gebaut wurde, das Hotel Kosmos mit 1.777 Zimmern.

 

 

Und noch eine Kuriosität: Als die Statue von Vera Mukhina vor dem WDNCh auf einen viel niedrigeren Sockel als den hohen Pavillon, auf dem sie in Paris stand, aufgestellt wurde, war die Künstlerin sehr gekränkt und erklärte, dass ihr Werk auf diese Weise viel von seiner Schönheit eingebüßt habe. Im Gegenzug fertigte sie 1947 eine kleinere Version der Skulptur, die zum Symbol der bedeutendsten russischen Filmgesellschaft wurde: den Mosfilm-Studios.

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