DESCALZAS REALES, GESCHICHTE

Audio-Guide Länge: 3.01
Autor: STEFANO ZUFFI E DAVIDE TORTORELLA
Deutsch Sprache: Deutsch

Guten Tag, ich bin Meina, Ihr persönlicher Führer, und gemeinsam mit MyWoWo begrüßen wir Sie in einem der Wunder der Welt.

Heute begleite ich Sie bei der Besichtigung des Klosters der Descalzas Reales.

Dieses Kloster ist eines der prächtigsten Bauwerke in Madrid!

Das Monasterio de las Descalzas Reales liegt nur ein paar Schritte von der Puerta del Sol entfernt und ist ein bisschen Kloster, ein wenig Museum und auch ein bisschen Ort der Macht. Aber es ist vor allem das Bauwerk in Madrid, in dem man den eigentlichen Sinn des „Siglo de Oro“ verstehen kann, des goldenen Zeitalters der spanischen Kunst und Kultur.

Das Nonnenkloster wurde kurz nach der Mitte des 16. Jahrhunderts von Johanna von Österreich gegründet, der Tochter von Kaiser Karl V. Deshalb war es immer das beliebteste Kloster der königlichen Familie und hat über Jahrhunderte die Töchter wichtiger Adelsfamilien aufgenommen, die zum Zeitpunkt ihres Gelübdes dem Kloster als „Mitgift“ großzügige Spenden, Landbesitz und Kunstwerke überließen.

Sie müssen wissen, dass der Palast nicht als Kloster gebaut wurde, sondern schon viel älter ist, wie die Funde im Untergrund ergeben haben, und im 16. Jahrhundert wurde er Teil der Besitztümer des Hofes. Johanna, die zukünftige Gründerin des Klosters, wurde hier geboren.

Wenn Sie die Kirche von außen betrachten, wird sie Ihnen ziemlich streng erscheinen, und das ist kein Zufall, denn ihr Architekt war auch unter den Planern des Escorials. Im Innern können Sie unter Dekorationen und schönen Skulpturen aus dem sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert auch das weißen Marmorgrab der Gründerin Johanna von Habsburg sehen, ein Werk von Pompeo Leoni. Der Kreuzgang mit Portikus und Loggia war ursprünglich der Hof des Klosters, der insgesamt eher an ein ziviles Gebäude als an eine religiöse Gemeinschaft erinnert.

Im Kapitelsaal, in einige Zellen des Klosters und im prächtigen Salon der Könige ist das Museum des Klosters untergebracht, eine Schatzkiste der Kunst, die den Reichtum des Palasts und die aristokratische Herkunft vieler Nonnen beweist: Heiligenschreine, Möbel, große Wandbehänge, Skulpturen und Werke großer Künstler des 16. und 17. Jahrhunderts, darunter Tizian und Zurbarán. Ich empfehle Ihnen auch die raffinierte Barockkapelle mit Fresken und Skulpturen.

 

NEBENBEI: Wenn Sie in der Osterwoche in Madrid sind, sollten Sie sich die Karfreitagsprozession in diesem Kloster nicht entgehen lassen, die zu den bekanntesten von Spanien zählt.

 Hiermit endet Ihre Besichtigung des Klosters von Escalzas Reales in Madrid. MyWoWo bedankt sich bei Ihnen und erwartet Sie bald wieder an einem weiteren Wunder der Welt!

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