PLAZA DE TOROS, GESCHICHTE

Audio-Guide Länge: 3.52
Autor: STEFANO ZUFFI E DAVIDE TORTORELLA
Deutsch Sprache: Deutsch

Guten Tag, ich bin Dirk, Ihr persönlicher Führer, und gemeinsam mit MyWoWo begrüßen wir Sie in einem der Wunder der Welt.

 Heute begleite ich Sie bei der Besichtigung der Stierkampfarena „Las Ventas“ von Madrid.

Die Stierkampfarena „Las Ventas“ ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Welt!

Die wahrlich spektakuläre Arena, in der die Stierkämpfe stattfinden, zeigt sich Ihnen in all ihrer Pracht sobald Sie die Metrostation verlassen: „Las Ventas“ ist die renommierteste „Plaza de Toros“ von Spanien. Dieses beeindruckende, runde Kolosseum hat sechzig Meter Durchmesser, bietet fast 24.000 Zuschauern Platz und wurde 1931 eingeweiht.

Doch die Tradition des Stierkampfs ist viel älter: Diese Vorstellungen mit Stieren wurden in Madrid bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts in der berühmten, gerade gebauten Plaza Mayor veranstaltet.

Die Idee, eine „monumentale Arena“ zu bauen, die ein würdiger Rahmen für die Kämpfe wäre, kam nicht von einem Architekten und nicht einmal von einem König, sondern von einem Torero, der als „Joselito“ bekannt wurde und der die Arbeiten seinem Freund, dem Architekten José Espelius anvertraute. Die Sitze sind unterteilt in niedrige und hohe „Tendidos“ (Estraden), „Gradas“ (Treppen) und „Andanadas“ (Galerien). Die Stierkämpfe finden von März bis Oktober statt.

Im Jahr 1947 wurde die berühmte Feria de San Isidro eingeführt, die noch immer das wichtigste Ereignis der Saison ist. Während dieser „Feria“ im Mai finden dort jeden Nachmittag Stierkämpfe statt, die immer ausverkauft sind. Und übrigens, wenn Sie als Kenner auftreten wollen, denken Sie daran, dass das Wort „Corrida“, in erster Linie von den Touristen verwendet wird: Die Madrilenen sagen „ir a los toros“, das bedeutet, „zu den Stieren gehen“. Denken Sie auch daran, dass „Torero“ der Oberbegriff ist für jemand, der sich in die Arena begibt: Derjenige, der den Stier mit einem Schwert tötet, wird „Matador“ genannt.

Das madrilenische Publikum ist bekanntlich sehr anspruchsvoll und beeinflusst häufig das endgültige Urteil mit Pfiffen, Applaus und Gesten.

 

NEBENBEI: Die Stierkämpfe erregen seit Jahrzehnten heftige Kontroverse zwischen den „Taurinos“, den Anhänger der Tradition des „Toreo“, und den „Antitaurinos“, den Tierschützern. Vor ein paar Jahren hat Katalonien die Kämpfe mit einem Gesetz verboten, das für im Jahr 2016 für verfassungswidrig erklärt wurde, weil Stierkämpfe als Ausdruck der spanischen Kultur betrachtet werden und der Staat kein Recht habe, auf dem Gebiet der Kultur Gesetze zu erlassen. Der Dichter Federico García Lorca, der ein leidenschaftlicher Anhänger war, beschrieb den Stierkampf als „ein authentisches religiöses Drama“.

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