FESTUNG VYSEHRAD, FESTUNG

Audio-Guide Länge: 3.10
Deutsch Sprache: Deutsch

Guten Tag, ich bin Thomas, Ihr persönlicher Reiseführer. Zusammen mit MyWoWo begrüße ich Sie herzlich an einem der weltweit faszinierendsten Orte, der auf einem Hügel liegenden Festung Vyšehrad, einem schönen Ausflugsziel am Rande des historischen Prager Stadtzentrums.

 

Laut einer Legende sprach Prinzessin Libuše, Stammmutter der ersten Königsdynastie in Böhmen, am Fuße des Hügels von Vyšehrad kurz vor Beginn des 2. Jahrhunderts eine Prophezeiung aus: „Ich sehe eine Stadt, deren Ruhm bis zu den Sternen reichen wird!“.

Für den symbolischen Eingang habe Libuše einen Tischler mit dem Bau einer Schwelle („Praha“ in alt-böhmischer Sprache) beauftragt. Daraus leitet sich der Name Prag ab. Zur selben Zeit habe die Königin den Bau einer Residenz und einer großen Kirche auf dem Berggipfel befohlen.

In Wirklichkeit entstand die Prager Burg weit vor dem Bau von Vyšehrad. Doch zumindest haben einige Fürsten Böhmens hier bis 1200 residiert, bis schließlich die Anlage vollständig verlassen und mit der Zeit zu einer befestigten Hochburg wurde.

Ich empfehle Ihnen unbedingt einen Spaziergang um den Festungswall, der Ihnen zahlreiche wirklich außerordentliche Ausblicke bieten wird.

 

Über einen monumentalen Eingang mit einem doppelt gesicherten Tor betritt man die Festung. Das barocke 1670 von einem italienischen Architekten geschaffene Leopold-Tor bildet den zweiten Eingang. Zur rechten Seite befindet sich die Rotunde des Heiligen Martin, eine kleine, runde im 11. Jahrhundert entstandene Kirche, die Ende des 19. Jahrhunderts restauriert wurde. In der Nähe kann man auch die Fundamente einer anderen mittelalterlichen Basilika erkennen.

Wenn Sie weitergehen, gelangen Sie zu dem antiken an die Pfarrkirche angegliederten Vyšehrader Friedhof und dem Mahnmal Slavin. Auf dem teilweise von Laubengängen umgebenen Friedhof befinden sich monumentale Grabstätten sowie die Gräber zahlreicher berühmter Künstler.

 

Der Friedhof wird von der riesigen neogotischen St.-Peter-und-Paul-Kirche überragt. Sie wurde 1885 auf den spärlichen Resten eines alten Gebäudes vom Architekten Josef Mocker errichtet. Charakteristisch für die Kirche sind die spitz zulaufenden Zwillingstürme sowie detailreiche Verzierungen wie das Mosaiktor, in dem sich bereits ein Übergang von mittelalterlichen Modellen zum Symbolismus des Jugendstils zeigt.

Ich verabschiede mich mit folgender Kuriosität von Ihnen: Mit einer geführten Tour ist es möglich, die unterirdischen Kasematten zu besichtigen. Es handelt sich um enge, verwinkelte Geheimwege, über die sich die Truppen in Sicherheit zwischen den verschiedenen Teilen der Festung bewegen konnten. Der Eingang befindet sich neben der sogenannten Backsteintür.

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