MALA STRANA, JOHN-LENNON-MAUER

Audio-Guide Länge: 2.37
Deutsch Sprache: Deutsch

Der untere Teil von Malá Strana ist geprägt von der Präsenz des Malteserordens und zahlreichen bedeutenden historischen Gebäuden, die den Malteserplatz umkreisen.

 

Der Platz verdankt seine Berühmtheit jedoch vor allem der John-Lennon-Mauer, einem Stück der Mauer zum Malteser Garten übersät mit Graffitis und Bildern des englischen Idols, das nach seiner Ermordung am 8. Dezember 1980 zum Friedenssymbol wurde.

Nach dem Tod Lennons begann ein Jugendlicher, einen Mauerstein als einen Grabstein zu bemalen. Kurz darauf war dieser von Lichtern und Blumenzeichnungen umgeben.

Im Jahr 1981 malte ein wahrscheinlich aus Mexiko stammender Kunststudent ein Gemälde mit dem Gesicht Lennons auf die Wand, dem weitere folgten.

Sie müssen wissen, dass Rockmusik, inklusive die der Beatles, vom kommunistischen Regime unterdrückt wurde, da man davon ausging, dass diese die Jugend mit kapitalistischen Werten verderbe. Daher ließ die Polizei die Wand grün streichen.

Es entstanden jedoch immer wieder neue und zunehmend mehr Graffitis, sodass die Wand mehrere Male überstrichen wurde.

 

Jedes Jahr kamen mehr Prager Jugendliche hier zum Todestag Lennons zusammen und forderten Reformen. Bis es schließlich im Jahr 1988 bei der größten Demonstration gegen die Regierung der 80er Jahre zu einem Aufeinanderprallen mit der Polizei kam. Seitdem ist die Mauer ein Friedenssymbol für die gesamte Stadt.

 

In unmittelbarer Nähe des Platzes befindet sich die mittelalterliche Kirche „St. Maria unter der Kette“, deren Name auf die die Karlsbrücke schließenden Ketten zurückgeht.

 

Sollten Sie Lust auf einen Streifzug durch das Viertel haben, empfehle ich Ihnen eine der Lieblingskirchen der Prager: die Kirche Maria vom Siege. Sie ist berühmt für die Verehrung des Prager Jesuskindes, einer kleinen aus Wachs gearbeiteten Votivfigur aus der Zeit um 1500. Ein Museum zeigt die über die Jahrhunderte dem Jesuskind geschenkten Kleidungsstücke. Im Umkreis bieten Geschäfte Nachbildungen der kleinen Statue in unterschiedlichen Größen und Materialien an.

 

Und noch eine Kuriosität: Bereits seit den frühen 60er und 70er Jahren schrieben die Prager Jugendlichen oftmals kitschige Liebeserklärungen oder auch Protestäußerungen gegen das kommunistische Regime auf die John-Lennon-Mauer. Daher wurde sie auch „Klagemauer“ genannt.

 

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