AKROPOLISMUSEUM, 1. ETAGE GIEBELSKULPTUR MIT STIER UND LÖWINNEN

Audio-Guide Länge: 2.48
Deutsch Sprache: Deutsch

Dieser Bereich im ersten Stock des Museums zeigt die ältesten Funde vor dem Bau des Parthenons und gehört damit zur sogenannten archaischen Epoche.

Als Erstes möchte ich Sie auf das Meisterwerk Giebelskulptur mit Stier und Löwinnen aufmerksam machen; es wurde um 570 v. Chr. geschaffen und stammt tatsächlich aus dem Tempel, der durch den Parthenon ersetzt wurde, den Alten Athena-Tempel, auch „Hekatompedon“ genannt, was „eine Länge von 100 Fuß“ bedeutet. Dank der Rekonstruktion kann man die Gesamtheit des Werkes leicht nachvollziehen, auch wenn es nur noch als Fragment erhalten ist.

In der Mitte sehen Sie einen zu Boden gestürzten Stier, der angegriffen von zwei Löwinnen in Todesangst um sein Leben ringt. Das Werk ist derart realistisch, dass man fast das Röcheln des im Sterben liegenden Tieres hört. Links sieht man einen nackten Mann, der mit einer monströsen Schlange kämpft: Er repräsentiert den mythischen Helden Herkules, der mit Triton, Sohn des Meeresgottes Poseidon, teils Mensch, teils Seeschlange, kämpft.

Auf der rechten Seite sehen Sie hingegen drei schnurrbärtige, lächelnde Charaktere, deren Körper zu einem unglaublichen schlangenförmigen Knoten vereint sind. Sie stellen einen Dämon mit drei Körpern dar, von denen jeder ein Naturelement in der Hand trägt: der erste das Wasser, der zweite das Feuer und der dritte einen Vogel, sinnbildlich für die Luft.

Die Skulpturen sind aus Kalkstein und zeigen noch Spuren von Farbe, da die meisten der alten Skulpturen, die wir heute aufgrund der Abnutzung der Zeit komplett weiß sehen, einst farbig bemalt waren.

Biegen Sie von hier aus rechts ab und folgen Sie der Ringstraße durch die Geschichte der Akropolis.

 

Stellen Sie jetzt auf Pause und schalten Sie wieder ein, wenn Sie sich vor einem langen Sockel mit einer monumentalen weiblichen Figur befinden, die einen schlangenbesetzten Mantel trägt.

 

Sie befinden sich vor Athene im Kampf gegen die Giganten, eine Szene, die den Mythos der Giganten erzählt, die in der sogenannten Gigantenschlacht versucht hatten, den Olymp zu besteigen, den Berg, auf dem die Götter lebten. Das Werk repräsentiert den Sieg der Kräfte des Guten, also der Griechen, über die des Bösen, ihre Feinde. Auch dies war ein Giebel aus dem Alten Athena-Tempel.

 

Und noch eine Kuriosität: Nachdem die Perser die Akropolis 480 v. Chr. geplündert und zerstört hatten, begruben und verbrannten die Griechen die Trümmer und unwiederbringlichen Werke in einer von Archäologen als „persisches Grab“ bezeichneten Grube. Es ist interessant zu wissen, dass die meisten Werke in diesem Bereich des Museums von dort stammen!

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