AKROPOLISMUSEUM, 2. ETAGE METOPEN DES PARTHENONS

Audio-Guide Länge: 2.44
Deutsch Sprache: Deutsch

Um den Zentralbau, der der Cella des Parthenons entspricht, verläuft ein weiterer, von Säulen getragener, in denen die Metopen freigelegt sind. Diese gemeißelten Steinplatten befanden sich in der horizontalen Struktur über den Säulen unter dem Dach des Tempels. Auch diese können Sie heute aus der Nähe betrachten, was einst im Tempel nicht der Fall war.

Die Metopen schmückten die horizontalen Strukturen des Parthenons und wurden als Erstes gearbeitet. Ursprünglich waren es 92. Sie stellten mythologische Schlachten dar, in denen griechische Heroen ihre Feinde − fast immer als monströse Wesen dargestellt − bezwangen.

Beispielhaft zu nennen sind die jungen Athener im Kampf gegen die Amazonen, die mythischen Kriegerinnen, die Jugend von Thessaloniki gegen die Zentauren, Kreaturen halb Männer und halb Pferde, die Götter, die die Titanen besiegten, die versucht hatten, den Olymp, ihr Zuhause und Symbol der Weltordnung, zu besteigen, und schließlich der Trojanische Krieg, von dem Homer in seiner Ilias erzählte: Das Schicksal Trojas hing an Paris, der die schöne Helena, Gattin des griechischen Königs Menelaos, nach Troja entführt hatte und deren Rückgabe die Trojaner verweigerten.

 

Als der Parthenon gebaut wurde, war Athen gerade siegreich aus dem blutigen Krieg gegen die Perser hervorgegangen. Die Geschichten spielen somit auf den Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen den Griechen und ihren Feinden, in diesem Fall den Persern, an.

 

In diesem Saal sehen Sie auch große, bruchstückhafte Skulpturen. Das sind die Überreste der Statuen aus den zwei Giebeln, die den horizontalen Rahmen des Parthenon-Daches bildeten, die in Athen verblieben sind. Die umlaufenden Szenen beinhalteten kolossale Statuen, die den Themen der attischen Mythologie entnommen waren: Eine stellte die „Geburt“ der Göttin Athene aus dem Kopf ihres Vaters Zeus in Gegenwart der olympischen Götter dar, eine andere den Kampf zwischen Athene und Poseidon um den Anspruch auf Griechenland.

 

Und noch eine Kuriosität: Die Skulpturen sind stark beschädigt, denn als die Venezianer das von den Türken in ein Pulvermagazin verwandelte Parthenon bombardierten, stürzten das Dach und die Wände der Cella sowie 14 Säulen und viele Metopen ein. Die Venezianer versuchten auch, die großen Skulpturen aus den Giebeln abzubauen, um sie nach Venedig zu bringen. Das Unternehmen endete katastrophal: Die wunderbaren Skulpturen fielen auseinander und ihre Überreste wurden zu Kalk verbrannt.

Hier endet unser Besuch im Akropolismuseum. MyWoWo bedankt sich bei Ihnen und lädt Sie zur Besichtigung eines weiteren faszinierenden Ortes der Welt ein!

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