RIALTOBRÜCKE, SEITE VON SANKT MARKUS

Audio-Guide Länge: 2.36
Autor: STEFANO ZUFFI E DAVIDE TORTORELLA
Deutsch Sprache: Deutsch

Guten Tag, ich bin Michael, Ihr persönlicher Führer, und gemeinsam mit MyWoWo begrüßen wir Sie in einem der Wunder der Welt.

 Heute begleite ich Sie bei der Besichtigung der Rialtobrücke.

Die Rialtobrücke ist eine der symbolträchtigsten Sehenswürdigkeiten von Venedig!

Bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Rialtobrücke der einzige Weg zwischen den beiden Ufern des Canal Grande. In der ganzen Stadt war sonst der einzige Weg für die Überquerung des Kanals, eine der vielen „Fähren“ oder Überquerungsdienste mit Ruderbooten zu benutzen. Und auch heute noch können Sie eine spannende Fahrt mit der Gondel für ein paar Euro auf einer dieser Fähren machen.

Natürlich ist der beste Ort zur Betrachtung der Rialtobrücke vom Wasser aus und wahrscheinlich haben Sie sie schon von Bord eines Vaporettos gesehen. Aber wenn die Brücke schon bei der Durchfahrt darunter einen guten Eindruck macht, dann macht sie einen solchen erst recht, wenn man, von der Riva del Vin oder Campo San Bartolomeo kommend, darüber spaziert. Zunächst erzähle ich Ihnen, dass der Name „Rialto“ von „Rivo Alto“ kommt, das bedeutet so viel wie „tiefes Gewässer“ und bezieht sich auf den tiefen und schiffbaren Kanal des Archipels der Lagune. Die Rialtobrücke befindet sich genau in der Mitte des Canal Grande, im ältesten Teil der Stadt, wo seit mehr als einem Jahrtausend der Markt abgehalten wird. Auf einem wunderschönen Gemälde von Carpaccio, das Sie vielleicht schon in den Galerien der Akademie gesehen haben, kann man feststellen, dass die Brücke bis zum 16. Jahrhundert aus Holz gewesen war. Der zentrale Teil bestand damals aus abnehmbaren beweglichen Laufstegen, die man für die Durchfahrt größerer Schiffe entfernen konnte.

Die Brücke Sie jetzt betrachten, stammt aus dem 16. Jahrhundert und verbindet die Stadtteile San Marco und San Polo. Der Wiederaufbau aus Mauerwerk, der für das „moderne“ Bild der Stadt entscheidend war, wurde nach einer spannenden Ausschreibung ausgeführt, an der sich auch der große Architekt Palladio beteiligte, der aber nicht den Zuschlag gewinnen konnte. Das Projekt von Palladio war sehr elegant, aber ehrlich gesagt nicht besonders praktisch: Es bestand aus drei Bögen, und wie Sie sich vorstellen können, hätten die Säulen ein ernsthaftes Hindernis für die Schifffahrt dargestellt.

 

NEBENBEI: Um die Arbeit für den Bau der Brücke finanzieren zu können, wurde beschlossen, überdachte Verkaufsstände darauf zu errichten, die zu hohen Preisen gemietet werden konnten, weil an dieser Stelle der stärkste Fußgängerverkehr zu erwarten war. Auf jeden Fall hatten diese Venezianer einen Sinn für Geschäfte!

 

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