OLTRE ADIGE, Erster Teil

Audio-Guide Länge: 2.54
Deutsch Sprache: Deutsch

Guten Tag, ich bin Thomas, Ihr persönlicher Reiseführer. Zusammen mit MyWoWo begrüße ich Sie herzlich an einem der weltweit spektakulärsten Orte, im Stadtteil Oltre Adige, der das historische Zentrum von Verona umgibt.

 

Ein Blick auf die Karte genügt, um zu erkennen, dass die historische Stadt entlang einer breiten, von der Etsch geformten Kurve gebaut wurde.

In diesem flachen Stadtgebiet, am rechten Ufer des Flusses, erstreckt sich ein Netz aus Straßen römischen Ursprungs, das wie ein übersichtliches, dichtes Schachbrett aus Straßen und Plätzen anmutet.

Auf der anderen Seite, jenseits des Flusses, beginnen hingegen bereits die ersten Hügel.

Das breite Flussbett wird von historischen Brücken überquert und die Ufer bilden eine Art langen Balkon, von dem aus man immer wieder schöne Ausblicke genießt.

Diese Route lässt Sie auf der linken Uferseite viele interessante Gebäude entdecken, die weniger von Touristen frequentiert, dafür aber voller schöner Überraschungen sind.

 

Sie können von der Garibaldi-Brücke in der Nähe des Domes starten und dem Flussufer folgen. Die hohen Böschungen in diesem als Garten angelegten Abschnitt wurden um 1800 als Schutz vor Überschwemmungen gebaut.

 

Innerhalb des weiten Kreises der Scaliger-Mauern gelangen Sie bald zu der Renaissance-Kirche San Giorgio in Braida, die leicht an ihrer großen runden Kuppel, die um 1530 von Michele Sammicheli entworfen wurde, erkennbar ist. Das Innere des Gebäudes ist ein einziger großer Raum, der von einem Tonnengewölbe überdacht ist und von wunderschönen Kapellen aus dem 16. Jh. flankiert wird.

Erwähnenswert ist die Gemäldeserie aus dem 16. Jh., darunter Le ante d’organo von Girolamo Romanino aus Brescia und Battesimo di Cristo (Taufe Christi) von Tintoretto an der Innenfassade sowie viele andere Werke aus dieser Zeit.

Auf dem Hochaltar erstrahlt die große und gedrängte Szene des Martirio di San Giorgio, das Martyrium des Heiligen Georg, das zweifellos schönste Werk, das Paolo Veronese seiner Heimatstadt hinterlassen hat.

Das klare Licht und die leuchtenden Farben sind charakteristisch für die zentrale Schaffensphase des großen Malers.

 

Und noch eine Kuriosität: Das Erscheinungsbild des linken Ufers ist durch das in der Nähe liegende Castel San Pietro geprägt, einer alten Festungsanlage, die von den Österreichern in der Mitte des 19. Jhs. in eine Kaserne umgebaut wurde. Das Gebäude ist teilweise hinter Zypressen versteckt. Bei einem Besuch empfehle ich Ihnen, auf die Vorplätze hinaufzusteigen, von denen aus Sie die beste Aussicht auf das historische Stadtzentrum genießen können.

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