POMPEJI, PRIVATHÄUSER

Audio-Guide Länge: 3.19
Autor: STEFANO ZUFFI E DAVIDE TORTORELLA
Deutsch Sprache: Deutsch

Bevor Sie mit der Besichtigung von Pompei beginnen, möchte ich Sie daran erinnern, dass die typischen Häuser der pompejischen Familien aus fast vollständig überdachten Teilen bestanden, den Atrien, und aus fast völlig offenen Bereichen, die man Peristyl nannte; zwischen dem Atrium und dem Peristyl lag der heiligste Raum der Familie, das Tablinum: Das war der Raum, in dem die Gäste empfangen wurden.

Ihr Rundgang beginnt mit dem sogenannten Haus des Fauns, wo Sie am Eingang eine Inschrift für die Gäste in Form eines schönen Mosaiks finden. Dieser Domus hatte zwei Atrien: Einen auf der linken Seite für den Hauptteil und einen rechts mit vier Säulen in der Mitte und einem separaten Eingang, der zum privaten Bereich des Hauses führte. Es gab auch zwei Peristyle mit Garten: Der Teil des Haupt-Atriums mit der Wasserleitung war reich verziert mit Intarsien aus Marmor und der schönen Statue des Fauns, dem der Domus seinen Namen verdankt. Der edelste Saal dieses reichen Hauses wurde Exedra genannt und hatte einen kostbaren Mosaikboden, der die Schlacht von Alexander dem Großen gegen Darius darstellt. Heute können Sie das sogenannte Alexandermosaik im Archäologischen Nationalmuseum von Neapel bewundern.

Vom Haus des Fauns gehen Sie weiter zum Haus der Vettier, das nach der Familie benannt ist, die dessen Eigentümer war. Machen Sie sich auf seine raffinierten Wandgemälde mit architektonischen Mustern und reizenden Szenen gefasst, auf denen Spiele und Sportwettbewerbe dargestellt werden.

Im sogenannten Haus des Menander finden Sie hingegen eine Reihe von Gemälden, die sich an theatralischen Szenarien inspirieren. Einer der Eigentümer, der mit Poppea, der Gemahlin von Kaiser Nero verwandt war, ist sicherlich ein großer Theaterfan gewesen. Er hatte nämlich in einem Zimmer das Portrait des berühmten griechischen Lustspieldichters Menander an die Wand malen lassen, den Sie an der Schriftrolle erkennen können, die er in der Hand hält; und außerdem steht sein Name am Saum seines Gewandes geschrieben.

Aber den berühmtesten Freskenkomplex finden Sie in der sogenannten Mysterienvilla, die außerhalb der Stadtmauern liegt. Sie erreichen sie, wenn Sie durch das Herculaner-Tor hinausgehen und an der Villa des Diomedes vorbei durch die Sepolcri-Straße gehen, an der sich viele Gräber befinden. Leider ist sie nicht immer für die Öffentlichkeit zugänglich, deshalb sollten Sie sich vorher erkundigen! In einem der Zimmer können Sie einen großen Szenenzyklus bewundern, der von einem lokalen Künstler geschaffen wurde. Er ist praktisch intakt geblieben und stellt eine Reihe von Riten und Zeremonien dar, denen sich eine junge Frau unterzieht, um Erkenntnis über die „Mysterien“ einer orientalischen Religion zu erlangen.

 

NEBENBEI: In Pompeji wurde am Abend von den Dienern das Aquädukt geöffnet, um die Straßen zu reinigen: Zwischen den Pflastersteinen der Straßen waren weiße Steine eingesetzt, die das Licht des Monds reflektierten und so die Reinigungsarbeiten ermöglichten. Das waren praktisch die ersten Rückstrahler!

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